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Aufgaben des Elternbeirates

Aufgaben und Stellung des Elternbeirats nachzulesen in der GSO (Gymnasialschulordnung): 

 

Der Elternbeirat vertritt die Eltern aller Schüler (auch der volljährigen Schüler) einer Schule. Er informiert und berät die Eltern und beteiligt sich am Schulgeschehen. 

 

Der Elternbeirat muss zustimmen:

  • auf Antrag der Betroffenen gravierende disziplinarische Maßnahmen gegen einen Schüler (Entlassung oder Ausschluss). Gegen ein Zwei-Drittel-Votum des Elternbeirates kann eine derartige Maßnahme nicht sofort vollzogen werden, sondern wird bis zur Entscheidung durch die Aufsichtsbehörde ausgesetzt (Art.64, 65 EUG).
  • nicht vorgeschriebene, aber als pädagogisch wertvoll eingestufte Vorhaben, die für die Eltern zusätzliche finanzielle Belastungen bringen. Solche sind etwa Schulfahrten aller Art und Fahrten im Rahmen des Schüleraustausches. Sie finden gegen das Veto des Elternbeirat nicht statt. Der Elternbeirat sollte dabei vor allem die Interessen weniger begüterter Eltern im Auge haben. Einführung neuer Lernmittel, die nicht lernmittelfrei sind, wie Übungsbücher, Arbeitsblätter usw., Art. 30 EUG.
  • Festsetzung eines unterrichtsfreien Tages.
  • Abhaltung einer zusätzlichen Klassenelternversammlung § 120 GSO.

 

Der Elternbeirat muss informiert werden und kann Wünsche, Anregungen und Vorschläge vorbringen:

  • Grundlegende organisatorische Fragen des Unterrichtsbetriebes. Dazu zählen etwa die Versorgung der Schule mit Lehrern, Räumen und Unterrichtsmaterial; Beginn und Ende des täglichen Unterrichts; Nachmittagsunterricht; Pausenregelung; Einführung neuer Ausbildungsrichtungen oder Sprachenfolgen;
  • Zahl der Schulaufgaben, Kurzarbeiten und Stegreifaufgaben sowie kürzerer Arbeiten im ersten Halbjahr der 5. Jahrgangsstufe anstelle von Schulaufgaben;
  • Veranstaltungen zur Pflege und Förderung der Gemeinschaftsarbeit und schulische Freizeitgestaltung wie Aufbau eines Tutorensystems; Arbeitsgemeinschaften; Fahrten zu Konzerten und Theateraufführungen; Wahlunterricht; Teilnahme an Wettbewerben; Schulfeste; Studien- und Projekttage
  • Gründung von Partnerschaften zu Wirtschaftsunternehmen.
  • Verbesserung der äußeren Schulverhältnisse und Aufrechterhaltung der Ordnung, z.B. die Organisation der Schülerbeförderung, die Gestaltung von Schulbus-Haltestellen, Ausbau von Sportanlagen und deren Nutzung, Ausgestaltung von Schulgebäude und Schulgelände;
  • Ausgestaltung der Schülerbibliothek und die Einführung neuer Lernmittel (lernmittelfreie Schulbücher);
  • Grundlegende Fragen der Erziehung. Hier sind ethische und staatsbürgerliche Erziehung, aber auch Familien- und Sexualerziehung angesprochen
  • Fragen der Gesundheitspflege. Sie betreffen z.B. Drogenprobleme, AIDS-Aufklärung, Jugendfürsorge und Jugendschutz, Pausenverpflegung und Berufsberatung.
  • die Einführung von Schulversuchen

 

Der Elternbeirat kann frei gestalten:  

Schulleiter und Sachaufwandsträger müssen sich mit Anregungen und Vorschlägen des Elternbeirates befassen.

  • Unterrichtung der Eltern in allgemeinen Versammlungen oder themenbezogenen Veranstaltungen
  • Elternrundbriefe, die die Information der Eltern durch die Schule ergänzen und eine wesentliche Kontaktmöglichkeit zwischen Elternbeirat und Elternschaft darstellen. Die Wirksamkeit dieser Rundbriefe wird durch regelmäßiges Erscheinen verstärkt; es ist an vier oder mehr Briefe pro Jahr zu denken.
  • Elternspende - Nach § 123 (2) GSO kann der Elternbeirat die Eltern um Geldspenden bitten, mit welchen die Ausstattung der Schule ergänzt, Aktivitäten gefördert, Feiern gestaltet und so das Schulleben bereichert und der Schule ein eigenes Gesicht gegeben werden kann.

Die Elternspende ist neben Spenden an einen Förderverein die geeignetste Möglichkeit, wie Eltern und Freunde ihrer Schule Geld zukommen lassen können. Die Elternspende ist steuerlich absetzbar.

Jede Einflussnahme der Schule auf Höhe und Verwendung der Elternspende ist unzulässig. Gegen eine Wunschliste ist jedoch nichts einzuwenden; der Elternbeirat muß gegebenenfalls seine Unabhängigkeit betonen. Die Mithilfe der Schule bei der Verteilung des Spendenaufrufs ist allgemein üblich und zulässig.

 

In der Gymnasialschulordnung sind weiterhin nachzulesen

 

Abschnitt 5

Eltern

(vgl. Art. 64 bis 68, 74 und 76 BayEUG)

 

§ 18  Zusammenarbeit der Schule mit den Eltern

(1) 1 Der Zusammenarbeit der Schule mit den Erziehungsberechtigten dienen insbesondere Elternsprechstunden, Elternsprechtage, Klassenelternversammlungen und Elternversammlungen. 2 Die Durchführung von allgemeinen Veranstaltungen, die die Zusammenarbeit von Schule und Erziehungsberechtigten betreffen, bedarf des Einvernehmens des Elternbeirats.

 

(2) Die mit mindestens der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigten Lehrkräfte halten wöchentlich eine Elternsprechstunde außerhalb ihrer Unterrichtszeit ab, die übrigen Lehrkräfte jeweils nach Vereinbarung.

 

(3) 1 In jedem Schuljahr sind Elternsprechtage abzuhalten, an denen alle Lehrkräfte den Erziehungsberechtigten zur Verfügung stehen. 2 In jedem Schuljahr hat die Schulleiterin oder der Schulleiter in den ersten drei Monaten nach Unterrichtsbeginn Klassenelternversammlungen einzuberufen; eine weitere Versammlung ist einzuberufen, wenn dies ein Viertel der Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einer Klasse beantragt. 3 Elternsprechtage und Elternversammlungen sind außerhalb der regelmäßigen Unterrichtszeit so anzusetzen, dass berufstätigen Erziehungsberechtigten der Besuch in der Regel möglich ist.

 

§ 19 Amtszeit des Elternbeirats und Mitgliedschaft

(1) 1 Die Amtszeit des Elternbeirats beträgt zwei Jahre. 2 Sie beginnt am Ersten des Monats, der auf die Wahl folgt. 3 Zur gleichen Zeit endet die Amtszeit des bisherigen Elternbeirats.

 

(2) Die Tätigkeit im Elternbeirat ist ehrenamtlich.

 

(3) 1 Die Mitgliedschaft endet mit dem Ablauf der Amtszeit, dem Ausscheiden des Kindes aus der Schule, der Niederlegung des Ehrenamtes oder dem Verlust der Wählbarkeit. 2 An die Stelle ausgeschiedener Mitglieder rücken für die restliche Dauer der Amtszeit die Ersatzleute in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen nach.

 

(4) 1 Eheleute können nicht gleichzeitig demselben Elternbeirat angehören. 2 Das Gleiche gilt für Erziehungsberechtigte und eine von ihnen ermächtigte Person im Sinn des Art. 68 Satz 2 BayEUG.

 

§ 20 Geschäftsgang

(1) Der Elternbeirat wählt in der ersten Sitzung aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden sowie eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter.

 

(2) Die Sitzungen des Elternbeirats sind nicht öffentlich.

 

(3) Der Aufwandsträger und die Schulleiterin oder der Schulleiter müssen vom Elternbeirat zu den von ihnen genannten Angelegenheiten in der Sitzung gehört werden.

 

(4) 1 Der Elternbeirat kann die Anwesenheit der Schulleiterin oder des Schulleiters sowie einer Vertreterin oder eines Vertreters des Aufwandsträgers verlangen. 2 Er kann zur Beratung einzelner Angelegenheiten weitere Personen einladen.

 

(5) 1 Die Zustimmung des Elternbeirats ist außer in den Fällen desArt. 65 Abs. 1 Satz 3 Nrn. 6, 7 und 13 BayEUG erforderlich für die Durchführung von Schullandheimaufenthalten, Schulskikursen, Studienfahrten sowie von Fahrten im Rahmen des internationalen Schüleraustausches. 2 Zudem bedürfen Grundsätze zur Durchführung von Veranstaltungen der ganzen Schule, zur Festlegung von Unterrichtszeiten oder zur Durchführung von Veranstaltungen in der unterrichtsfreien Zeit des Einvernehmens des Elternbeirats; § 5 Abs. 2 Nr. 3 und § 42 Abs. 2 bleiben unberührt.

 

(6) 1 Die Mitglieder des Elternbeirats haben auch nach Beendigung der Mitgliedschaft über die ihnen bei ihrer Tätigkeit als Elternbeirat bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren. 2 Dies gilt nicht für Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Natur nach keiner Geheimhaltung bedürfen.

 

§ 21 Wahl des Elternbeirats

(1) Die Wahlen zum Elternbeirat werden nach Unterrichtsbeginn des Schuljahres durchgeführt.

 

(2) 1 Wahlberechtigt sind alle Erziehungsberechtigten, die wenigstens ein Kind haben, das die betreffende Schule besucht, die Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler sowie ermächtigte Personen im Sinn des Art. 68 Satz 2 BayEUG, ferner die in Art. 66 Abs. 3 Satz 3 BayEUG genannte Leitung eines Schülerheims oder einer ähnlichen Einrichtung; die Wahlberechtigung bleibt während der Beurlaubung des Kindes bestehen. 2 Wählbar sind die Wahlberechtigten mit Ausnahme der an der betreffenden Schule tätigen Lehrkräfte.

 

(3) 1 Über Ort, Zeit und Verfahren der Wahl entscheidet der Elternbeirat im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter; besteht an der Schule noch kein Elternbeirat, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter allein. 2 Das Wahlverfahren regelt der Elternbeirat im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter in einer Wahlordnung, die den allgemeinen demokratischen Grundsätzen entsprechen muss.

 

(4) Der Wahlvorstand erstellt eine Niederschrift über die Wahlversammlung, die zu den Schulakten genommen wird.

 

§ 22 Wahl, Amtszeit und Aufgaben von Klassenelternsprecherinnen und Klassenelternsprechern

Über das Verfahren der Wahl, die Amtszeit und die Aufgaben von Klassenelternsprecherinnen und Klassenelternsprechern (Art. 64 Abs. 2 Satz 1 BayEUG) entscheidet der Elternbeirat.